Veranstaltungskalender
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Peter Tschaikowsky, Fantasie-Ouvertüre Romeo und Julia
Dmitri Schostakowitsch, Klavierkonzert Nr. 2 F-Dur, op. 102
Peter Tschaikowsky, Sinfonie Nr. 6 "Pathétique" h-moll, op. 74
Die Phantasie-Ouvertüre „Romeo und Julia“ aus dem Jahr 1869 darf als erstes Meisterwerk von Peter Tschaikowsky angesehen werden. Mili Balakirew regte ihn zu diesem Werk über das berühmteste Liebespaar der Literaturgeschichte an. Tschaikowsky steckte derzeit in einer Schreibblockade, die dank Romeo und Julia gelöst wurde. Allerdings war die Resonanz bei der Uraufführung wenig positiv, so dass Tschaikowsky nach zehn Jahren nochmals zu der Partitur zurückkehrte und ihr die heute gültige Form gab. Wie in Shakespeares Tragödie erleben wir sowohl den Kampf der verfeindeten Familien als auch das Liebeslied der beiden jungen Protagonisten, der schönste Moment der Ouvertüre.
In seinem Klavierkonzert Nr. 2 zeigt sich Dmitri Schostakowitsch von seiner heiter beschwingten Seite. Er widmete das recht kurze Werk seinem Sohn Maxim zu dessen 19. Geburtstag, und Maxim brachte das Konzert selbst zur Uraufführung. Im Gegensatz zu dem inhaltlich wesentlich nachdenklicheren und manchmal fast ironisch-parodistisch angelegten Violinkonzert und dem zeitnah entstandenen Streichquartett Nr. 6 ist dieses Klavierkonzert, ähnlich wie das zwei Jahrzehnte zuvor geschriebene Konzert für Klavier und Trompete, eine bezaubernde Spielmusik, in der Solist und Orchester aufs feinste in Dialog treten. Nach einem humorvoll und virtuos gehaltenen Eingangssatz erscheint im Andante reinste Poesie. Als eine Hommage an die Jugend darf das fulminante Schluss-Allegro angesehen werden.
Die sechste Symphonie war Tschaikowskys letzte Komposition, sozusagen sein Schlusswort. Nur 12 Tage brauchte er für die Skizzen, knapp zwei Wochen für die Instrumentation. Den Beinamen „Pathétique“ verdankt die Symphonie Tschaikowskys Bruder Modest. Tschaikowsky nahm ihn sogleich als zutreffend an. In einem Brief vermerkte Tschaikowsky: „Die Symphonie enthält ein Programm, aber ein Programm von der Art, die jedem ein Rätsel bleibt. Wer kann, mag es erraten. Das Programm ist voll von subjektiven Gefühlsregungen. Als ich während meiner Reise daran komponierte, habe ich oft geweint. Nun ich wieder daheim bin, habe ich mich mit solchem Eifer an die Skizzierung des Werkes gemacht, dass ich in weniger als vier Tagen den ersten Satz vollendet habe, während ich alles andere in Umrissen schon klar im Kopf trage. Du kannst Dir nicht vorstellen, wieviel Glückseligkeit ich empfinde in der Erkenntnis, dass meine Zeit noch nicht vorüber ist und dass ich vielleicht doch noch eine Menge vollbringen kann. Vielleicht irre ich mich, aber das ist nicht wahrscheinlich...“. Das Schicksal wollte es anders. Neun Tage nach der Uraufführung erlag Tschaikowsky der Cholera.
Anna Vinnitskaya bekam mit sechs Jahren ihren ersten Klavierunterricht, und mit neun Jahren spielte sie ihren ersten Klavierabend. Drei Jahre später zog ihre Familie nach Rostov-am-Don, damit Anna Vinnitskaya bei Sergej Ossipenko am Sergej-Rachmaninov-Konservatorium studieren konnte. Bei einem Klavierwettbewerb im Jahr 2001 wurde Ralf Nattkemper auf sie aufmerksam und lud sie an die Hochschule für Musik und Theater Hamburg ein. Von 2002 bis 2009 studierte sie dort bei Evgeni Koroliov.
Anna Vinnitskaya ist Preisträgerin des „Busoni”-Wettbewerbes 2005, des „Leonard Bernstein Awards” 2008 des Schleswig-Holstein Musik Festivals und Gewinnerin des Königin-Elisabeth-Wettbewerbs 2007 in Brüssel.
Anna Vinnitskaya ist bei zahlreichen Festivals zu Gast, so z.B. beim Verbier-Festival, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Rheingau Musik Festival, dem Orpheum Musik Festival Zürich, dem Davos Festival, dem “Festival International de Piano la Roque d´Anthéron”, dem „Festival de Radio France“ Montpellier und dem Lille Piano Festival. Ihre Konzertreisen führten sie bislang in die meisten Länder Europas sowie in die USA, nach Israel, Japan und Hong Kong.
Als Solistin hat Anna Vinnitskaya u.a. mit den Sinfonieorchestern des NDR und des SWR, dem Royal Philharmonic Orchestra, dem Israel Philharmonic Orchestra, den Münchner Philharmonikern, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Tschaikowsky Radio Sinfoniorchester Moskau, dem Philharmonischen Orchester Luxemburg, dem Belgischen Nationalorchester, dem Sinfonieorchester Basel und dem Philharmonischen Orchester Lüttich gespielt. Hierbei hat sie u.a. mit den Dirigenten Charles Dutoit, Vladimir Fedoseyev, Marek Janowski, Emmanuel Krivine, Kyrill Petrenko, Gilbert Varga, Juraj Valcuha, Dimitri Jurowski, Yoel Levi, Mikhel Kütson, Jürgen Kussmaul, Paul Goodwin, Pietari Inkinen und Pascal Rophé zusammen musiziert.
Das Philharmonische Orchester Lüttich gilt derzeit als das „beste Orchester Belgiens“. Im Laufe der letzten Jahre ist das Durchschnittsalter des 100 Musiker zählenden Orchesters deutlich gesenkt worden. Mehr als die Hälfte der Musiker stieß erst in den letzten zehn Jahren zum einzigen Symphonieorchester der Französischen Gemeinschaft. Das Repertoire ist merklich erweitert worden und spricht breite Publikumsschichten an. Dies ist seit 1999 vor allem das Verdienst der musikalischen Leiter Louis Langrée, Pascal Rophé und François-Xavier Roth. Die Konzertprogramme zeichnen sich durch eine beeindruckende Vielseitigkeit aus. So widmet sich das Orchester sowohl der über Jahre gewachsenen Tradition der Uraufführungspraxis als auch der Bewahrung des heimatlichen musikalischen Erbes. Neben der französischen Musik bilden auch Barock und Klassik oder das weniger bekannte symphonische Repertoire (Zemlinsky, Nielsen,...) weitere Schwerpunkte. Natürlich stehen auch die Meisterwerke der symphonischen Musik auf den Programmen. Das OPL wurde 1960 gegründet und bereitet zur Zeit sein 50jähriges Jubiläum vor.
Von 2001 bis 2006 war Louis Langrée musikalischer Leiter des Philharmonischen Orchesters Lüttich. Seit Dezember 2002 ist er mit großem Erfolg künstlerischer Leiter des Mostly Mozart Festivals in New York. Louis Langrée arbeitete u. a. mit der Pittsburgh Symphony, dem Orchestre de Paris, dem Orchestre de la Suisse Romande, dem Orchestra of the Age of Englightement.Er dirigierte Opernproduktionen an der Covent Garden Opera London, der Lyric Opera of Chicago, der Staatsoper Dresden, der Mailänder Scala, der Metropolitan Opera New York, bei den Festspielen in Glyndebourne und Aix-en-Provence..
Freitag, 30. April 2010 - 20:00 Uhr -
Konzerte
Anna Vinnitskaya, Klavier
Orchestre Philharmonique de Liège
Erste Preisträgerin des Königin-Elisabeth-Wettbewerbs für Klavier 2007
Leitung: Louis Langrée
Leitung: Louis Langrée
Peter Tschaikowsky, Fantasie-Ouvertüre Romeo und JuliaDmitri Schostakowitsch, Klavierkonzert Nr. 2 F-Dur, op. 102
Peter Tschaikowsky, Sinfonie Nr. 6 "Pathétique" h-moll, op. 74
Die Phantasie-Ouvertüre „Romeo und Julia“ aus dem Jahr 1869 darf als erstes Meisterwerk von Peter Tschaikowsky angesehen werden. Mili Balakirew regte ihn zu diesem Werk über das berühmteste Liebespaar der Literaturgeschichte an. Tschaikowsky steckte derzeit in einer Schreibblockade, die dank Romeo und Julia gelöst wurde. Allerdings war die Resonanz bei der Uraufführung wenig positiv, so dass Tschaikowsky nach zehn Jahren nochmals zu der Partitur zurückkehrte und ihr die heute gültige Form gab. Wie in Shakespeares Tragödie erleben wir sowohl den Kampf der verfeindeten Familien als auch das Liebeslied der beiden jungen Protagonisten, der schönste Moment der Ouvertüre.
In seinem Klavierkonzert Nr. 2 zeigt sich Dmitri Schostakowitsch von seiner heiter beschwingten Seite. Er widmete das recht kurze Werk seinem Sohn Maxim zu dessen 19. Geburtstag, und Maxim brachte das Konzert selbst zur Uraufführung. Im Gegensatz zu dem inhaltlich wesentlich nachdenklicheren und manchmal fast ironisch-parodistisch angelegten Violinkonzert und dem zeitnah entstandenen Streichquartett Nr. 6 ist dieses Klavierkonzert, ähnlich wie das zwei Jahrzehnte zuvor geschriebene Konzert für Klavier und Trompete, eine bezaubernde Spielmusik, in der Solist und Orchester aufs feinste in Dialog treten. Nach einem humorvoll und virtuos gehaltenen Eingangssatz erscheint im Andante reinste Poesie. Als eine Hommage an die Jugend darf das fulminante Schluss-Allegro angesehen werden.
Die sechste Symphonie war Tschaikowskys letzte Komposition, sozusagen sein Schlusswort. Nur 12 Tage brauchte er für die Skizzen, knapp zwei Wochen für die Instrumentation. Den Beinamen „Pathétique“ verdankt die Symphonie Tschaikowskys Bruder Modest. Tschaikowsky nahm ihn sogleich als zutreffend an. In einem Brief vermerkte Tschaikowsky: „Die Symphonie enthält ein Programm, aber ein Programm von der Art, die jedem ein Rätsel bleibt. Wer kann, mag es erraten. Das Programm ist voll von subjektiven Gefühlsregungen. Als ich während meiner Reise daran komponierte, habe ich oft geweint. Nun ich wieder daheim bin, habe ich mich mit solchem Eifer an die Skizzierung des Werkes gemacht, dass ich in weniger als vier Tagen den ersten Satz vollendet habe, während ich alles andere in Umrissen schon klar im Kopf trage. Du kannst Dir nicht vorstellen, wieviel Glückseligkeit ich empfinde in der Erkenntnis, dass meine Zeit noch nicht vorüber ist und dass ich vielleicht doch noch eine Menge vollbringen kann. Vielleicht irre ich mich, aber das ist nicht wahrscheinlich...“. Das Schicksal wollte es anders. Neun Tage nach der Uraufführung erlag Tschaikowsky der Cholera.
Anna Vinnitskaya bekam mit sechs Jahren ihren ersten Klavierunterricht, und mit neun Jahren spielte sie ihren ersten Klavierabend. Drei Jahre später zog ihre Familie nach Rostov-am-Don, damit Anna Vinnitskaya bei Sergej Ossipenko am Sergej-Rachmaninov-Konservatorium studieren konnte. Bei einem Klavierwettbewerb im Jahr 2001 wurde Ralf Nattkemper auf sie aufmerksam und lud sie an die Hochschule für Musik und Theater Hamburg ein. Von 2002 bis 2009 studierte sie dort bei Evgeni Koroliov.
Anna Vinnitskaya ist Preisträgerin des „Busoni”-Wettbewerbes 2005, des „Leonard Bernstein Awards” 2008 des Schleswig-Holstein Musik Festivals und Gewinnerin des Königin-Elisabeth-Wettbewerbs 2007 in Brüssel.
Anna Vinnitskaya ist bei zahlreichen Festivals zu Gast, so z.B. beim Verbier-Festival, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Rheingau Musik Festival, dem Orpheum Musik Festival Zürich, dem Davos Festival, dem “Festival International de Piano la Roque d´Anthéron”, dem „Festival de Radio France“ Montpellier und dem Lille Piano Festival. Ihre Konzertreisen führten sie bislang in die meisten Länder Europas sowie in die USA, nach Israel, Japan und Hong Kong.
Als Solistin hat Anna Vinnitskaya u.a. mit den Sinfonieorchestern des NDR und des SWR, dem Royal Philharmonic Orchestra, dem Israel Philharmonic Orchestra, den Münchner Philharmonikern, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Tschaikowsky Radio Sinfoniorchester Moskau, dem Philharmonischen Orchester Luxemburg, dem Belgischen Nationalorchester, dem Sinfonieorchester Basel und dem Philharmonischen Orchester Lüttich gespielt. Hierbei hat sie u.a. mit den Dirigenten Charles Dutoit, Vladimir Fedoseyev, Marek Janowski, Emmanuel Krivine, Kyrill Petrenko, Gilbert Varga, Juraj Valcuha, Dimitri Jurowski, Yoel Levi, Mikhel Kütson, Jürgen Kussmaul, Paul Goodwin, Pietari Inkinen und Pascal Rophé zusammen musiziert.
Das Philharmonische Orchester Lüttich gilt derzeit als das „beste Orchester Belgiens“. Im Laufe der letzten Jahre ist das Durchschnittsalter des 100 Musiker zählenden Orchesters deutlich gesenkt worden. Mehr als die Hälfte der Musiker stieß erst in den letzten zehn Jahren zum einzigen Symphonieorchester der Französischen Gemeinschaft. Das Repertoire ist merklich erweitert worden und spricht breite Publikumsschichten an. Dies ist seit 1999 vor allem das Verdienst der musikalischen Leiter Louis Langrée, Pascal Rophé und François-Xavier Roth. Die Konzertprogramme zeichnen sich durch eine beeindruckende Vielseitigkeit aus. So widmet sich das Orchester sowohl der über Jahre gewachsenen Tradition der Uraufführungspraxis als auch der Bewahrung des heimatlichen musikalischen Erbes. Neben der französischen Musik bilden auch Barock und Klassik oder das weniger bekannte symphonische Repertoire (Zemlinsky, Nielsen,...) weitere Schwerpunkte. Natürlich stehen auch die Meisterwerke der symphonischen Musik auf den Programmen. Das OPL wurde 1960 gegründet und bereitet zur Zeit sein 50jähriges Jubiläum vor.
Von 2001 bis 2006 war Louis Langrée musikalischer Leiter des Philharmonischen Orchesters Lüttich. Seit Dezember 2002 ist er mit großem Erfolg künstlerischer Leiter des Mostly Mozart Festivals in New York. Louis Langrée arbeitete u. a. mit der Pittsburgh Symphony, dem Orchestre de Paris, dem Orchestre de la Suisse Romande, dem Orchestra of the Age of Englightement.Er dirigierte Opernproduktionen an der Covent Garden Opera London, der Lyric Opera of Chicago, der Staatsoper Dresden, der Mailänder Scala, der Metropolitan Opera New York, bei den Festspielen in Glyndebourne und Aix-en-Provence..
Ort: Großer Saal
Veranstalter: OstbelgienFestival (http://www.ostbelgienfestival.be)
Ausführender: Orchestre Philharmonique de Liège (http://www.opl.be)
Veranstalter: OstbelgienFestival (http://www.ostbelgienfestival.be)
Ausführender: Orchestre Philharmonique de Liège (http://www.opl.be)
Sprache wechseln: FR
Vennbahnstr. 2
B-4780 Sankt Vith
Tel.: +32 (0)80 44 03 20
Fax: +32 (0)80 88 16 79
Email: info@triangel.com
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